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    Lieblingsdinge

    Lieber Sommer 2016…

    Kinder im Regen… alle meckern gerade über Dich und es stimmt schon, bisher lässt Du es wirklich eher ruhig angehen, kannst Dich nicht entscheiden zwischen Regen und Sonnenschein. Die Hitzeschraube hast Du bisher auch noch nicht so oft aufgedreht. Aber soll ich Dir was verraten? Mich stören deine durchwachsenen „Mal Regen, mal Sonne“-Tage bislang überhaupt nicht. Ich finde sie weitaus erträglicher als die irre Hitze deiner Vorgänger aus den letzten Jahren (und wenn die Sonne nicht so knallt, muss ich auch nicht jeden Tag in den Garten zum gießen fahren, hah).

    In unserer Familie nennen wir Sommer wie Dich  „Schweden-Sommer“. Denn die Sommer meiner Kindheit verbrachten wir jedes Jahr in dem gleichen Haus in Mittelschweden. Und dort erlebten wir viele Tage, an denen es von morgens bis abends regnete oder es kühl und windig war. Aber meine Schwester und mich störte das nicht im geringsten. Ich kann mich an keine Minute der Langeweile erinnern. Wir sind bei Wind und Wetter raus, mit Gummistiefeln und Regenjacken. Entweder begleiteten wir unseren Vater beim Angeln, suchten Pfifferlinge im Wald, fütterten die Kälbchen im benachbarten Bauernhof, ruderten zu einer der kleinen Inseln auf dem See vorm Haus, dachten uns Geschichten aus und lagen dabei Blaubeeren mampfend im weichen Moos, picknickten unter einer Regenplane auf der Terrasse… Du merkst, bei den Gedanken an diese wunderschöne Zeit gerate ich noch immer ins Schwärmen. Es war eben wirklich unser eigenes Bullerbü. Ich denke, es liegt daran, dass ich mit „Sommer“ nicht unbedingt „Hitze, Sonne, Strand und Meer“ verbinde. Obwohl:  Ein paar solcher Tage könntest Du schon noch rausrücken, lieber Sommer 2016.

    Aber jetzt zu den Dingen, die mir in letzter Zeit Freude gemacht haben.

    • Grace and Frankie“ : Was habe ich diese Netflix-Serie gerne gesehen. Ich bin richtig traurig, dass ich vor ein paar Tagen die letzte Folge gesehen habe. Erst 2017 soll die nächste Staffel laufen. Wie soll ich es bis dahin ohne die beiden aushalten? Sie sind mir richtig ans Herz gewachsen, diese zwei tollen Frauen über 70, deren Männer ihnen nach 40 Jahren Ehe beichten, dass sie seit Jahrzehnten ein Verhältnis miteinander haben und nun heiraten möchten. Grace und Frankie, die betrogenen Ehefrauen, sind geschockt und beschließen notgedrungen, zusammenzuziehen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Grace, die geschniegelte Country Club-Grazie im Chanel-Kostümchen (gespielt von Jane Fonda) und die esoterisch veranlagte, einem Joint nicht abgeneigte, verrückt-liebenswerte (Lebens-) Künstlerin Frankie. Doch mit der Zeit nähern sich die beiden immer mehr an, bis sie am Ende gemeinsam durch dick und dünn gehen. Ungewohnt direkt packt diese US-Serie Themen wie Homosexualität, Sex im Alter, Umgang mit dem Tod an. Dass dies nicht schwermütig-melancholisch oder gar peinlich, sondern locker, leicht und sehr humorvoll geschieht, liegt zum einen natürlich an dem tollen Drehbuch und zum anderen an den fantastischen Schauspielern (Martin Sheen als homosexueller Ehemann, der sich nach 20 Jahren endlich öffentlich zu seiner großen Liebe bekennt, ist genial). Die Serie strahlt für mich so eine positive, lebensbejahende Energie aus. Sie macht einem immer wieder bewusst, dass wir die begrenzte Zeit, die wir auf der Welt sind, jeden Tag in vollen Zügen genießen sollten – und dass es nie zu spät ist, noch einmal völlig neu anzufangen.
    • Passend zum Thema las ich gestern diesen wunderbaren Gastbeitrag von Lucy Astner auf „Ohhh….Mhhhh„. Darin schildert sie, wie sie es geschafft hat, aus einer großen Lebenskrise wieder herauszufinden und was sie daraus gelernt hat. Sehr inspirierend, finde ich.

    Gemuesebeet

    • Immer wieder sehr viel Freude macht mir auch unser kleiner Garten. Ich hätte nie gedacht, wieviel Spaß mir Gartenarbeit macht. Unkraut jäten entspannt mich mehr als zwei Stunden Yoga. Meine Gedanken fließen so dahin, ich höre die Vöglein zwitschern, meine Hände haben was zu tun und man sieht sofort Ergebnisse. Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich Kartoffeln ausbuddle; sehe, dass die Möhren immer größer werden und die Bohnen in die Höhe schießen. Gestern habe ich sogar einen Blumenkohl entdeckt, dabei hatte ich völlig vergessen, dass ich überhaupt einen gepflanzt habe. Mein Mann hat währenddessen den Rasen als seinen Bereich reklamiert und den Ehrgeiz entwickelt, ihn zu einem makellosen grünen Teppich zu züchten. Für unsere Kinder ist der Garten sowieso eine einzige Spiel- und Entdeckungswiese. Dass wir unter die Laubenpieper gegangen sind, war auf jeden Fall die beste Entscheidung der letzten Jahre.

    Garten im Regen

    • Meine Kinder: Sie können sich zoffen wie die Kesselflicker, aber wenn’s drauf ankommt, sind sie füreinander da und das ist so schön mitanzusehen. Stößt sich einer von beiden den Kopf oder hat sonst ein „Aua“, saust der andere sofort wie ein geölter Blitz in die Küche und holt ein Kühlpack aus dem Gefrierfach, um es dem armen Patienten an die „Beule“ zu halten. Wagt es ein anderes Kind auf dem Spielplatz, den Stock meines Sohnes wegzunehmen, baut sich seine kleine Schwester vor dem „Dieb“ auf und stellt ihn empört zur Rede, woraufhin das fremde Kind meist fluchtartig von dannen zieht. Umgekehrt macht mein Sohn Faxen und Akrobatik, sobald seine kleine Schwester einen Trotzanfall hat und nichts und niemand (vor allem nicht die „blöde Mama“) sie trösten kann. Durch den „Quatsch“ ihres großen Bruders strahlt sie bald wieder über das ganze Gesicht und die dicken Kullertränen sind vergessen.
    • Etwas geshoppt habe ich in den letzten Tagen auch und zwar diesen, diesen und diesen Jumpsuit. Man ist ruckzuck angezogen und sie sind super bequem.

    Und was hat Euch in letzter Zeit Freude gemacht?

     

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  • Tulpen2

    Schönes im April

    Oha, der April ging dieses Jahr irgendwie noch schneller vorbei als die vorherigen Monate. Und jetzt ist schon Mai! Einen…

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    / 3. Mai 2016