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    Lieblingsdinge

    4 Tage Paris…

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    Paris und ich, das ist irgendwie eine ganz besondere Beziehung. Schon als ich das erste Mal mit fünfzehn in die Stadt kam, hat die Grande Dame etwas in mir ausgelöst, was mich seitdem nicht mehr loslässt. Inzwischen war ich schon sieben Mal dort, immer in einer anderen Lebenssituation, und jedesmal habe ich dabei dieses ganz besondere, schwer zu beschreibende Gefühl, das ich nur in Paris spüre.  Das letzte Mal war ich 2009 dort und als ich jetzt wieder die Straßen und Prachtboulevards entlanglief, durch Montmartre und den Jardin des Tuileries schlenderte, an diesen wunderschönen Häusern und Plätzen vorbei, kam es mir vor, als sei ich nie weg gewesen.

    Meine Freundin und ich hatten ein kleines Apartment im 10. Arrondissement gebucht, nahe der Place de la République. Das Viertel ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden, die Hipster-Dichte ist entsprechend hoch. Neben veganen Restaurants reihen sich co-working spaces, Szene-Bars und kleine Galerien. Direkt gegenüber unserer Wohnung war eine kleine boulangerie, aus der es zu jeder Tageszeit so köstlich nach frisch gebackenen Croissants, Baguettes und pains au chocolat duftete, dass es schwerfiel, daran vorbeizugehen ohne etwas zu kaufen. Ich finde, nirgendwo schmecken die pains au chocolat so gut wie in Paris. Was ich ebenfalls liebe, ist die apéro-Kultur, die es so bei uns leider gar nicht gibt. In Frankreich trifft man sich nach der Arbeit in einem  Café oder einer Bar, trinkt gemeinsam einen kir royal, Bier oder Wein, dazu werden Popcorn, Nüsse oder Oliven gereicht. Man lässt den Tag Revue passieren, schmiedet eventuell Pläne für den weiteren Abend, zieht dann weiter in ein Restaurant oder geht auch einfach nach Hause zum Abendessen. Ein sehr schönes Ritual, um entspannt den Feierabend einzuleiten.

    Shopping-Tipps

    Natürlich haben wir in Paris nicht nur in Cafés und Bars gesessen, sondern auch viel geshoppt. Einer unserer ersten Anlaufpunkte war das Merci (111, Boulevard Beaumarchais).  Ein sehr gehypter Laden. Auf drei Etagen findet man ausgefallene Mode für Sie und Ihn, wunderschöne Keramik, Möbel, Papeterie und Kosmetik. Im untersten Stockwerk befinden sich Küchenaccessoires sowie ein sehr einladend aussehendes Restaurant, das wir allerdings nicht getestet haben, aber die Karte sah gut aus.  Nur ein paar Schritte weiter liegt das Bonton (5, Boulevard des Filles du Calvaire). Hier findet man alles, um die nächste Kindergeburtstagsparty auszustatten und darüber hinaus jede Menge hübsche Accessoires fürs Kinderzimmer, Anziehsachen, Spielzeug.

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    Ein sehr niedlicher Kinderladen ist auch Le Petit Souk (14, Rue de Charonne). Als schwangere Pariserin (mit dem nötigen Kleingeld) wäre dies vermutlich mein erster Stop, um alles für mein Baby und sein Zimmer zu erstehen. Aber auch für größere Kinder findet man hier schöne Dinge, zum Beispiel diese riesigen Ausmalposter. Auch ein tolles Mitbringsel, finde ich. Überhaupt ist diese Gegend rund um die Place de la Bastille eine gute Shopping-Adresse. Neben großen Ketten wie COS gibt es hier auch viele individuelle Shops, zum Beispiel den Comic-Laden BDNET Bastille (26,rue de Charonne), der ein großes Angebot an Graphic Novels hat. Wer dann ausgepowert ist, kann sich im Pause Café (41, Rue de Charonne) beim People-Watching erholen. Was uns dabei aufgefallen ist: Fast jeder dritte Pariser trägt zurzeit diese Sneaker. Sogar Babys! Echt unglaublich.

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    A propos Mitbringsel: Eine reiche Auswahl bietet das Edel-Kaufhaus Le Bon Marché (24, Rue de Sèvres). Die Preise sind allerdings alles andere als bon marché, sie bewegen sich eher auf KaDeWe-Niveau. Aber zum gucken lohnt es sich auf jeden Fall! Allein schon die riesige Feinkostabteilung ist einen Besuch wert.

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    Da wir nach zwei Tagen dachten, ein bisschen Kultur täte uns jetzt auch mal gut, fuhren wir zur Fondation Luis Vuitton. Das von Star-Architekten Frank Gehry entworfene Gebäude wurde vor zwei Jahren eröffnet und ähnelt mit seiner Konstruktion aus buntem Glas, Beton und Holz an ein riesiges, futuristisches Schiff, gestrandet neben dem Bois de Bologne am westlichen Rand der Stadt. In seinem Inneren beherbergt das Museum mehrere Ausstellungen und Galerien, unter anderem eine Spiegel-Installation des Dänen Ólafur Elíasson. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren die Ausstellungen geschlossen, doch das Gebäude ist auch alleine sehr sehenswert. Von den Terassen aus hat man einen spektakulären Blick auf La Défense.

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    Zum Ausgehen wurde uns das Comptoir Général (80 Quai de Jemmapes, direkt am Kanal St. Martin) empfohlen. Tagsüber kann man hier brunchen, abends lockt es die alternative, feierwütige Szene an. Schon gegen 22 Uhr brodelte es, die Stimmung war ausgelassen und entspannt. Später zogen wir noch in die Rue Oberkampf, wo eine Bar neben der anderen liegt. Als ich vor sieben Jahren dort war, waren die Bars brechend voll. Diesmal war es deutlich leerer und wir fragten uns, ob dies die Folge der Anschläge vom 13. November 2015 ist. Die Franzosen, die wir dazu fragten, waren geteilter Meinung. Einige sagten, die Pariser würden nach wie vor so ausgehen wie immer, weg blieben nur die Touristen. Die anderen waren sich da nicht so sicher und meinten, viele Pariser seien vorsichtiger geworden und würden sich lieber Zuhause treffen und im kleineren Kreis Party machen. Dass die Stadt nach wie vor traumatisiert ist, merkt man an den Gruppen von Soldaten, die überall patrouillieren und zwar nicht nur am Flughafen oder in den Bahnhöfen, sondern auch in den Straßen, der Métro, auf öffentlichen Plätzen. In Kaufhäusern kontrollieren Sicherheitsmänner am Eingang die Taschen der Kunden, in der Métro hört man ständig Sicherheitshinweise. Auf der einen Seite beklemmend, auf der anderen Seite angesichts der brutalen Ereignisse verständlich.

    Unseren letzten Tag in Paris verbrachten wir in Montmartre. Obwohl Sacré-Cœur natürlich ein Touri-Hotspot ist, gehört ein Besuch dieses besonderen Ortes für mich zu jedem Paris-Besuch.

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  • Tulpen2

    Schönes im April

    Oha, der April ging dieses Jahr irgendwie noch schneller vorbei als die vorherigen Monate. Und jetzt ist schon Mai! Einen…

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    / 3. Mai 2016