Folge:
Mamaleben

3 tolle Achtsamkeits-Spiele für Kinder

Die dunkle Jahreszeit ist ja eine echte Herausforderung für Eltern von kleinen Kindern. Während im Sommer die Nachmittagsbeschäftigung mehr oder weniger klar ist (See, Schwimmbad, Spielplatz), sieht das im Winter etwas anders aus (es sei denn, es liegt Schnee und die Kinder rodeln gerne). Wie also kriegt man lange Winter-Nachmittage zu Hause gut rum, ohne dass die Kinder (und man selbst) irgendwann durchdrehen? Ich habe es letztens mit einigen Achtsamkeits-Spielen probiert und ich muss sagen: Wir drei hatten echt Spaß dabei. Nebenbei werden die Sinne der Kinder geschult und ihr Konzentrationsvermögen. Für die Spiele braucht es weder lange Vorbereitung noch muss man irgendetwas kaufen, denn alles, was man dafür braucht, hat man im Haus. 

1.) Tasten und schmecken

Ich habe diverse Schälchen mit verschiedenen Dingen gefüllt. Was ich so da hatte: (ungekochte) Nudeln, Federn, Linsen, Popcornmais, Geldstücke. Man kann aber zum Beispiel auch Knöpfe, Murmeln,  Reis, Watte, Wolle, kleine Kieselsteine oder Stoffreste nehmen. Oder wer nichts gegen Geschmiere hat, kann es mal mit Wackelpudding probieren. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass sich das Material unterschiedlich anfühlt. Also weich und hart, kalt und warm etc. Aus Sicherheitsgründen sollten eure Kinder so alt sein, dass sie nicht mehr alles in den Mund stecken und womöglich verschlucken könnten.

Dann habe ich meinen Kindern die Augen mit einem Tuch verbunden, die Schalen vor sie gestellt und sie gebeten, mal mit ihren Fingern zu spüren, was sie dabei fühlen, wie sich der Gegenstand anfühlt. Dann sollten sie raten, was sich in den Schalen befindet. Das hat ihnen großen Spaß gemacht. Sie waren mit Feuereifer dabei und baten mich, immer neue Schalen vor sie hinzustellen. Man kann das Spiel dann noch variieren, in dem man ihnen Sachen zum Schmecken anbietet, zum Beispiel Rosinen. Die Kinder sollten sie zuerst in die Hand nehmen und wahrnehmen, wie sie sich anfühlen. Dann langsam in die Mund führen und vorsichtig kauen. Wie ist die Konsistenz? Schmeckt es süß, salzig, bitter?

2.) Hören

Die Gegenstände, die ich eben erwähnt habe, kann man auch in kleine verschließbare Gläser oder Dosen geben (leere Playdoo-Knete-Behälter eignen sich dafür wunderbar). Dann soll das Kind den Behälter schütteln  (am besten immer noch mit verschlossenen Augen) und raten, was sich darin befindet. Variante: Ein Anderer hält den Becher mal nah, mal weiter weg vom hörenden Kind, mal links, mal rechts, mal von hinten oder oben. Das Kind mit den verschlossenen Augen muss sagen, woher das Geräusch kommt.

3.) Spüren

Diese Übung hat meinen Kinder auch viel Spaß gemacht: Sich bäuchlings auf eine weiche, kuschelige Unterlage legen, den Oberkörper am besten freigemacht und die Augen schließen. Dann fährt die Mama (oder das Geschwisterkind) mit einer Feder über den Rücken. Dabei kann man zum Beispiel einen Kreis beschreiben oder Zickzacklinien. Das Kind soll spüren und beschreiben, wo sich die Feder gerade befindet und welche Figur dabei ausgeführt wird. Variante: Man nimmt zwei Bleistifte und berührt den Arm, den Nacken, den unteren Rücken. Dabei soll das Kind sagen, ob man dabei gerade nur einen Bleistift benutzt oder beide gleichzeitig. Ich habe es selbst ausprobiert, ist gar nicht so leicht zu erraten, besonders wenn die Spitzen des Bleistifts ganz nah beieinander sind.

Und wie kriegt ihr nass-kalte Nachmittags gut rum? Was habt ihr für Spielideen? Was mögen eure Kinder?

 

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