Folge:
Lieblingsdinge

Buchvorstellung: „Deliciously Ella“

Buchvorstellung deliciously ella

Letztens bin ich morgens aufgewacht, habe mir meine Sportsachen angezogen und bin laufen gegangen. Einfach so, weil ich Lust dazu hatte. Das ist mir in meinem ganzen Leben  NOCH NIE passiert. Wirklich nicht. Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. Normalerweise brauche ich erstmal zwei Tassen starken Kaffee und eine Dusche, um überhaupt in die Gänge zu kommen. Morgens noch vor dem Frühstück joggen zu gehen, erschien mir bislang so realistisch wie die Teilnahme am Berlin Marathon. Andere machen das, schön und gut, aber ich doch nicht. Also was war geschehen? Ich kann mir diesen plötzlichen Energieschub nur damit erklären, dass ich in letzter Zeit verstärkt darauf achte, wie ich mich ernähre. Und zwar nicht im Hinblick auf irgendeine Diät oder so. Ganz im Gegenteil. Meinem Körper mangelte es in letzter Zeit an Nährstoffen. Das habe ich daran erkannt, dass meine Fingernägel seit Wochen splitterten und überhaupt nicht besser wurden. Und ich selbst war immer so müde und kraftlos, dass es mich selbst total genervt hat. Klar, das ist bei Müttern von energiegeladenen Kleinkindern, die früh um 6 Uhr auf der Matte stehen und „Pirat“ oder wahlweise „Gepardenjagd“ spielen möchten, sicher kein überraschendes oder seltenes Phänomen. Dennoch hatte ich schon länger den Verdacht, dass bei meiner Ernährung durchaus noch Luft nach oben ist. Wenn viel zu tun war, aß ich den ganzen Tag lang nichts als eine Banane und ein trockenes Brötchen. Weil ich die Zeit lieber zum arbeiten als zum essen nutzen wollte. Weil gerade nichts anderes im Haus war. Oder weil ich das Essen einfach vergaß.

Dann hörte ich von dem Buch „Deliciously Ella“ von Ella Woodward. Die junge Britin ernährte sich jahrelang hauptsächlich von Junkfood und Süßkram, bis sie eine seltene Stoffwechselkrankheit bekam und von einem Tag auf den anderen mehr oder weniger lahmgelegt war. In dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit Ernährung, stellte ihre komplett um und veröffentlichte ihre Rezepte und Erfahrungen auf einem Blog. Der wurde im Handumdrehen zu einem Megaerfolg. Inzwischen ist Ella dank ihrer glutenfreien und rein pflanzlichen Ernährung geheilt  – und  ein Star unter den Foodbloggern mit Millionen von Lesern.

Deliciously ella 2

Ich mag an ihren Rezepten, dass sie so einfach sind und wirklich schnell gehen. Mir graut es nämlich immer vor ewiglangen Zutatenlisten und genauen Mengenangaben in Gramm. Ich bin keine leidenschaftliche Köchin, die gerne stundenlang am Herd steht. Bei mir muss es schnell gehen. Daher ist dieses Buch für mich genau das richtige. Ella benutzt lieber die Bechermethode (z.B. „2 Becher Mandeln“ statt „135 Gramm“), hat für fast jedes Rezept einen Varianten-Vorschlag, falls man eine bestimmte Zutat gerade nicht zur Hand hat – und last but not least sind ihre Rezepte wirklich köstlich. Ich liebe zum Beispiel ihre Süßkartoffelecken, den Rucola-Kürbis-Salat oder die Energiebällchen. Auch ihre Müsliriegel habe ich schon zweimal gebacken, weil sie einfach so lecker schmecken. Auch meine Kinder knabbern sie gerne als Nachmittagssnack.

smoothie gruen neuInspiriert durch Ellas Buch habe ich sogar damit begonnen, mir morgens immer einen grünen Smoothie aus Avocado, Spinat, Mandelmilch, Banane und Haferflocken zu mixen. Geht superfix und schmeckt großartig! Mein Mann und meine Kinder haben mich die ersten Male etwas irritiert angesehen, was für eine widerliche grüne Sauce ich mir da zusammenmixe („Sieht ja aus wie Krötenschleim, Mama!“), aber inzwischen haben sie sich daran gewöhnt und es sogar schon mal probiert. So richtig überzeugt sind sie allerdings noch nicht davon, sie mampfen lieber ihr Dino-Müsli. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Vor ein paar Monaten hat Ella übrigens ihr zweites Kochbuch veröffentlicht, das wieder sehr vielversprechend aussieht.

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1 Comment

  • Reply Sonja

    … ich hatte ja neulich eine Kostprobe bekommen: das macht wirklich Lust auf mehr 🙂

    13. Juli 2016 at 9:37
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