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Film-Tipp: That sugar film

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Gestern Abend habe ich mir endlich, passend zu meinem aktuellen Zucker-Fasten, die Doku „That sugar film“ des Australiers Damon Gameau angesehen. Darin wagt der Schauspieler und Regisseur sechzig Tage lang den Selbstversuch und dokumentiert, was passiert, wenn die Ernährung fast ausschließlich aus zuckerhaltigen Lebensmitteln besteht. Sechzig Tage lang ernährt er sich unter Aufsicht von Wissenschaftlern und Ärzten ausschließlich von Produkten, die als „gesund“ verkauft werden: Müsli, Smoothies, fettarmer Joghurt oder Fruchtriegel. Auf Schokolade, Eis oder Süßigkeiten verzichtet er. Vierzig Teelöffel Zucker täglich (angeblich die normale Tagesration eines Durchschnittsaustraliers)  nimmt er auf diese Weise zu sich – allein durch so genannte „versteckte Zucker“. Die Auswirkungen auf seinen Körper sind verheerend. Er nimmt über acht Kilo zu, erhöht seinen Bauchumfang um zehn Zentimeter und seine Leber- und Blutwerte verschlechtern sich dramatisch. Dazu fühlt er sich antriebslos, launisch und depressiv, seine Haut wird unrein. Das Bemerkenswerte daran ist: Damon Gameau verändert seine tägliche Kalorienaufnahme nach eigener Angabe nicht. Wie vor dem Experiment nimmt er etwa 2300 Kalorien pro Tag zu sich, nur bestehen diese nun zum großen Teil aus Zucker. Folgt man dem Film, so scheint das ewige Credo der Lebensmittelindustrie („Es kommt nur auf die Kalorienzahl an, egal ob die Energie aus Zucker oder aus Fett kommt“) nicht zu stimmen.

Auch wenn es sich hierbei um einen Einzelfall und nicht um eine breit angelegte, streng wissenschaftliche Studie handelt, hat mich der Film und seine Aussage dennoch zum Nachdenken gebracht. Darüber, wie unbedacht ich bisher mit dem Thema umgegangen bin, wie wenig ich darauf geachtet habe, wieviel Zucker zum Beispiel in meinem Müsli steckt. Und dass auch meine Kinder schon viel zu oft mit dem süßen Zeug in Berührung kommen. Allein im Kinderladen liegt an gefühlt jedem dritten Tag eine kleine Papiertüte mit Süßigkeiten in ihrem Garderobenfach, weil wieder ein Kind Geburtstag hatte und an alle Lutscher, Kaubonbons oder Smarties verteilt. Ich nehme mich da nicht aus. Zum letzten Geburtstag meine Sohnes hatte er auch solche Tüten dabei und sie an die anderen Kinder verteilt. Aber nach dem Film ist klar: Beim nächsten Geburtstag landen Sticker und Pixie-Heftchen in den Tüten und der Kuchen wird zuckerfrei. Oh, oh, wie das wohl ankommt? Irgendwie gehören Süßigkeiten ja ganz selbstverständlich dazu und man gilt schnell als Freak, wenn man da nicht mitmachen möchte. Man wird ja teilweise schon komisch angeguckt, wenn man seinen Kindern „nur“ Wasser statt Apfelschorle serviert.

Oder was sind eure Erfahrungen? Wie haltet ihr es mit eurem Zuckerkonsum und dem eurer Kinder? Habt ihr den Film gesehen? Eure Meinung würde mich interessieren.

Ach ja, und wer sich selbst eine Meinung bilden will, hier gibt’s den Trailer

Liebe Grüße,

Sina

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