Folge:
Serie: Mütter und ihre Blogs

Vanessa von „Die Kleinschmeckerin“

Die KleinschmeckerinIn einer neuen Serie möchte ich euch gerne andere Mütter und ihre Blogs vorstellen. Den Anfang macht Vanessa aus Berlin. Sie schreibt den wunderbaren Blog „Die Kleinschmeckerin“. Darin verrät die Onlineredakteurin und leidenschaftliche Köchin gesunde und einfache Rezepte, die Kindern schmecken und sie an eine bewusste, ausgewogene Ernährung heranführen. Als Mutter des zweijährigen Johannes kennt sie ein paar Tricks, wie man Gemüse und Co. auch den Kleinsten schmackhaft machen kann und stellt uns außerdem einen zuckerfreien (und trotzdem leckeren!) Geburtstagskuchen vor.

Liebe Vanessa, wie bist Du zum Bloggen gekommen und warum?

Ich habe schon immer gern gekocht und viel Wert auf eine gesunde Lebensweise gelegt. Durch meinen Job als Online-Redakteurin lag es dann nahe, meine Rezepte auf einem Blog zusammenzufassen. Die Idee, einen Foodblog für Kinder zu machen, hatte ich schon während meiner Schwangerschaft. Es hat dann aber noch etwas gedauert, bis ich die Kraft und Zeit fand, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Wie viel Zeit nimmt das Bloggen in Deinem (Arbeits-) alltag ein?

Ich bin hauptberuflich noch als Online-Redakteurin und PR-Referentin unterwegs. Aber ich erledige das meiste im Home Office, sodass ich mir meine Zeit recht flexibel einteilen kann. Die Rezepte und Artikel für den Blog entstehen immer mal zwischendurch oder abends, wenn mein Sohn im Bett ist. Gekocht wird natürlich dann, wenn wir Hunger haben ;).20160110_120616

Was gefällt Dir am Bloggen am besten?

Das Bloggen ist für mich ein sehr kreativer Prozess, der mich entspannt und glücklich macht. Sei es die Entwicklung eines neuen Rezepts, die Inszenierung für das perfekte Foodbild oder das Schreiben. Es macht mir einfach unheimlich viel Spaß. Außerdem muss ich bei meinem Blog keine Kompromisse eingehen. Niemand redet mir rein. Ich kann mich komplett verwirklichen. Als Mutter muss man im Alltag ja doch recht oft zurückstecken. Der Blog dient mir hier als Ausgleich. Und natürlich freue ich mich über die vielen positiven Reaktionen und den Austausch mit Gleichgesinnten. Man ist plötzlich Teil einer ganz neuen Community.

So wie viele Mütter habe auch ich das Problem, dass mein Vierjähriger gekochtes Gemüse (bis auf wenige Ausnahmen) verschmäht. Verrätst Du einen Trick, wie ich ihn doch noch von Brokkoli etc. überzeugen kann?

Du könntest den Brokkoli zu einer Nudelsoße verarbeiten: Dazu Brokkoli schonend dampfgaren, Gemüsebrühe, etwas Olivenöl, Parmesan, Salz und Pfeffer hinzufügen und pürieren. Zum Schluss mit Vollkornnudeln vermengen. Johannes liebt das.

Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Kinder von „Natur aus“ gerne gesund essen. Alles andere wäre unlogisch. Wenn man seinen Kindern authentisch vorlebt, dass gesunde Ernährung Spaß macht und Gemüse gut schmeckt, dann übernehmen Kinder diese Haltung.  Dabei hilft das gemeinsame Einkaufen auf dem Markt oder Besuche auf dem Bauernhof. Ich lasse meinen Sohn beim Kochen und Backen so viel wie möglich mithelfen und zeige ihm, wie bestimmte Lebensmittel hergestellt werden. Er ist immer sehr stolz, seine selbst zubereiteten Gerichte zu essen. Auch wenn da mal etwas dabei ist, was er eigentlich nicht so mag.

Es ist aber nicht entscheidend, ob ein Kind jede Gemüsesorte isst oder nicht. Dein Sohn mag bestimmte Ausnahmen gern? Super! Die kann man doch sicher auf ganz unterschiedliche Weise zubereiten. Mein Blog soll genau dafür als Inspiration dienen.

Was ist denn das Lieblingsessen von Deinem Sohn?

Nudeln. Was auch sonst? Die gibt es bei uns grundsätzlich aus Vollkorn und mit selbstgemachten Soßen. Zum Frühstück besteht er auf seinem grünen Smoothie. Ein Rezept dazu findest Du hier.

In der letzten Woche gab es bei uns aufgrund mehrerer Geburtstagsfeiern eine ziemliche Überdosis an Süßigkeiten. Isst Dein Sohn auch mal Süßkram oder hast Du gesunde Alternativen?

Beides. Ich halte überhaupt nichts von Verboten. Johannes darf von allem probieren, aber eben in Maßen. Er bekommt hin und wieder von seinen Omas oder Freunden etwas Süßes angeboten und natürlich darf er das dann essen. Wenn er dann zu Hause nach Schokolade oder Gummibärchen fragt, bereite ich ihm gesündere Alternativen (Link: http://www.kleinschmeckerin.com/weihnachtliche-gummibarchen/) zu. Natürlich gibt es bei uns ähnliche Ausnahmen wie Weihnachten oder Geburtstage. Das kann und möchte ich gar nicht verhindern. Das ist dann eben so und danach wird wieder gesund gegessen. Kein großes Thema.

Als Snack für unterwegs habe ich immer Vollkornkekse, Obst- oder Gemüsesticks dabei. Getrunken wird ausschließlich Wasser oder verdünnte Saftschorle. Es ist eigentlich ganz einfach. Mein Sohn kennt es nicht anders.

Vielen lieben Dank für Deine Zeit, liebe Vanessa, und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog!

Als besonderes Bonbon gibt es hier exklusiv für Euch noch Vanessas Rezept  für einen zuckerfreien Geburtstagskuchen. Tausend Dank dafür!  Ich finde, er hört sich sehr lecker an und ich werde ihn bei nächster Gelegenheit unbedingt ausprobieren.

Zero Sugar Birthday Cakesugarfree birthdaycake kerzen an

Zutaten (für eine normal große Gugelhupfform):

300g Vollkornmehl
100g Haferflocken
50g Mandelkerne

1 Pkg. Weinstein-Backpulver (enthält im Gegensatz zu herkömmlichem Backpulver kein Phosphat)

5 EL Milch

5 Eier

200g weiche Butter

3 sehr reife Bananen

150g Cranberries

100g Cacoa Nibs (zerkleinerte, rohe und fermentierte Kakaobohnen)

Kokosöl zum einfettensugarfree birthdaycake ohne kerzen

Und so geht’s:

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen
  2. Mehl, Haferflocken, Backpulver und Mandelkerne in einer Schüssel vermengen
  3. Butter und Bananen mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren
  4. Mit dem Handrührgerät die Eier schaumig schlagen
  5. Eier zur Bananen-Butter-Mischung geben und vermengen
  6. Die Hälfte der Mehlmischung zu der Buttermischung geben und mit dem Handrührgerät bearbeiten
  7. Milch langsam hinzugeben, dabei weiter rühren
  8. Die restliche Mehlmischung hinzugeben und zu einem Teig verarbeiten
  9. Cranberries und Cacoa Nibs hinzugeben
  10. Eine Gugelhupfform einfetten
  11. Den fertigen Teig gleichmäßig in der Form verteilen
  12. Ab in den Ofen und circa 25 Minuten backen

Viele weitere tolle Rezepte für Kinder findet ihr auf www.kleinschmeckerin.com . sugarfree birthdaycake

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