Folge:
Wohnen

Vom Umdekorierwahn und einer neuen Inspirationsquelle

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Kennt ihr das auch? Spätestens im Herbst, wenn es draußen nass-kalt ist und es schneller dunkel wird, erfasst mich der Nestbau. Dann werde ich ganz wuselig und sehe überall in der Wohnung Ecken, die dringend mal ein make-over benötigen. Es kribbelt mir dermaßen in den Fingern, dass ich es kaum noch aushalte und am liebsten sofort die Maler bestellen würde oder am besten gleich ein ganzes Räumungskommando. Ich frage mich dann immer, wie meine Familie und ich es überhaupt so lange in diesem Zustand ausgehalten haben bzw. wieso mir das ganze Ausmaß erst jetzt so richtig deutlich wird. Gestern bin ich zur Tat geschritten und habe erstmal ganz viele Sachen, die schon ewig und unnötigerweise die Kleiderschränke und Schubladen besetzt haben, aussortiert und alles Brauchbare bei ebay Kleinanzeigen und Mamikreisel reingestellt. Das ging viel schneller als gedacht. Foto machen, hochladen, kurze Beschreibung dazu, fertig. Und kaum waren die zu kleine Matschhose, das Neugeborenenset und die Kinderwinterjacke annonciert, kamen auch schon die ersten Anfragen von potentiellen Käufern. Vor allem um die Bälle fürs Bällebad, die bei uns seit Monaten nur Platz wegnahmen, rissen sich andere Eltern. Die Mutter, der ich die Bälle schließlich verkaufte, schrieb mir dann nach Erhalt eine total nette Email, dass ihr Kleiner sich so sehr darüber gefreut habe und gleich losgespielt hätte. Das hat mich richtig gefreut. Das Ausmisten und Endlich-wieder-Platz-haben sind für sich genommen ja schon große Vorteile. Und na klar, auch, dass man dafür ein paar Euros bekommt. Aber fast noch wichtiger finde ich den ökologischen Aspekt des Weiterverkaufens. Diese Plastikbälle zum Beispiel sind schließlich in der Herstellung eine ziemliche Umweltsauerei. Umso besser, wenn sie dann von so vielen Kindern und so lange wie möglich genutzt werden. Jedenfalls macht mir das Kaufen und Verkaufen über diese beiden Plattformen momentan richtig Spaß und meinen Mann habe ich auch schon angesteckt. Der kramte gestern Abend auf einmal diverse Dinge aus unserem Keller hervor und annoncierte sie.

Ebenfalls auf der Liste „Was ich schon lange machen wollte, aber nie zu gekommen bin“: Eine Tapete für den Flur bestellen. Habe ich jetzt endlich geschafft und bin schon sehr gespannt, wie sie sich dann in natura so macht. Das Muster ist ein wenig gewagt, aber ich will damit ja nicht den kompletten Flur tapezieren, sondern nur eine zwei Meter breite Fläche. Ich denke, das wird toll. Falls ihr auch auf der Suche nach Abwechslung an euren Wänden seid, kann ich euch die Tapetenagentur wärmstens empfehlen, falls ihr sie noch nicht kennt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es irgendwo eine noch größere Auswahl gibt. Von floral über retro, grafisch oder Fototapeten ist alles dabei. Man kann nach Farben, Stilen oder Firmen sortiert suchen und auch erstmal für 2 Euro Muster bestellen, um zu testen, ob das ausgesuchte Motiv auch wirklich passt. Ich habe mich für diese hier entschieden. Das Ergebnis zeige ich euch, wenn es fertig ist.

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Wem Tapete etwas zuviel des Guten ist, kann es ja erstmal mit schönen Bildern oder Fotos ausprobieren. Das verändert einen Raum auch sehr schnell und es ist nicht soviel Aufwand. Ich gucke am liebsten bei The Poster Club, Junique oder Etsy nach neuen Fundstücken. Schon lange liebäugele ich zum Beispiel mit den Werken der irischen Künstlerin Lola Donoghue. Die würden in unserem Wohnzimmer bestimmt auch sehr gut aussehen…Solange hänge ich aber erstmal die Bilder in unserem Schlafzimmer um und ordne sie neu.

À propos Inspiration: Falls es euch auch so wie mir in den Fingern kribbelt und ihr dringend eure vier Wände neu gestalten möchtet: Bei Houzz findet ihr jede Menge inspirierende Interior-Fotos, sortiert nach Zimmern, Budget, Farben, Wohnstilen etc. Daneben gibt es interessante Artikel mit Einrichtungs- und Ordungstipps, Haustouren  und die Houzz-App. Mit der Funktion „Sketch“ kann man Einrichtungsprojekte konkret planen und ausprobieren, ob etwa ein bestimmter Sessel ins eigene Wohnzimmer passt oder wie sich diese Leuchte über dem Esstisch machen würde. Mit „Sketch“ kann man Fotos (von Houzz oder selbst hochgeladene) mit Produktbildern, Anmerkungen und Maßangaben versehen – und so Freunden, Familie, Experten und dem Mitbewohner, der ja schließlich auch noch ein Wörtchen mitzurden hat, besser veranschaulichen. Ich habe die App noch nicht ausprobiert, aber sie klingt nach einer guten Idee.

 

 

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